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Im Gegensatz zu den Kühen in den Massentierhaltungs-Fabriken, sind frei lebende Kühe auf einer Weide nur die Kehrseite einer bedrückenden Realität. Kühe liefern uns Menschen viele Milchprodukte und das riesige Angebot dieser Produkte wäre allein durch die Freilandhaltung der Kühe nicht denkbar und ohne deren Haltung in dunklen und engen Verschlägen nicht möglich. In den Ställen leben viele Rinder auf engstem Raum, meist ohne Tageslicht. Mittels billigem Energiefutter wird die Milchleistung einer Kuh jährlich auf mehrere tausend Liter hochgetrieben. Mehrmals am Tag werden Milchkühe an Melkmaschinen angeschlossen und so lange als Milch-Lieferanten ausgebeutet und gebraucht, bis ihre Leistungen nachlassen und sie somit ausgedient haben. Sobald sie keine Milch mehr liefern, werden sie zu Rindfleisch verarbeitet. Wir alle wissen, wozu und wofür Milch eigentlich bestimmt ist, nämlich zur Aufzucht des Nachwuchses. Mit anderen Worten: Milchkühe können nur dann ausreichend Milch liefern, wenn sie auch genügend Kälber zur Welt bringen. Aus diesem Grund werden die Milchkühe ständig befruchtet und unmittelbar nach der Geburt werden die Kälbchen von ihren Muttertieren getrennt, was bei den Mutterkühen oft große Verzweiflung verursacht. Mit einem billigen Milchersatz werden dann die von ihren Müttern getrennten Kälbchen aufgezogen, um sobald wie möglich auch reichlich Milch "produzieren" zu müssen oder uns freßsüchtigen Menschen als Kalbsfleisch dienlich zu sein. Kaum wenige Wochen alt, erlaubt es unser Tierschutzgesetz, daß den Kälbern ohne Betäubung mit der Feuerzange Markierungen eingebrannt und die Hörner abgeschnitten werden dürfen. Auch das betäubungslose Kastrieren während der ersten vier Lebenswochen wird in den Bestimmungen unseres Tierschutzgesetzes legalisiert.
Die Haltung von Milchkühen dient lediglich der Milchproduktion und jeder Tag, an dem eine Kuh keine Milch gibt, ist ein verlorener Tag und angesichts des täglichen Futterbedarfs ein unnötiger Kostenfaktor. Milchkühe sind in der Massentierhaltung keine Kühe mehr, sondern nur noch Produktionseinheiten. Nachdem das zweite Kalb schließlich zur Welt gekommen ist, beginnt der Kreislauf von Neuem: Der Mutterkuh, die nun etwa drei Jahre alt ist, wird erneut ihr Kälbchen entrissen und eine Woche nach der Geburt muß sie erneut riesige Mengen an Milch für uns Menschen produzieren, bis sie schließlich nach 6 - 8 Wochen erneut künstlich befruchtet wird. Wie lange vermag eine Kuh eine derartig maßlose Ausbeutung wohl auszuhalten und durchzustehen? Nach der dritten Laktationsperiode ist der Milchlieferungszenit der meisten Milchkühe längst schon erreicht und überschritten. Schwangerschaft und gleichzeitige Milchabgabe, Trockenstand, Geburt, erneute Milchabgabe, erneute Besamung und Schwangerschaft - eine derartige Nutzung und Ausbeutung vermag kein Tier auf Dauer auszuhalten und alle noch verfügbare Kraft reduziert sich auf ein Minimum. Die Milchleistung beginnt schließlich abzunehmen und bereits schon nach wenigen Lebensjahren werden Milchkühe als solche nutzlos.
Als Milchkühe unwirtschaftlich geworden, werden sie alsbald unter nicht weniger schrecklichen Bedingungen in die Schlachthäuser geschleift und in diesen Schlachthöfen nicht selten noch lebend, schreiend und von Todesangst erfüllt, zu Fleisch verarbeitet. Vielen Milchkühen ist meist ein nur sehr kurzes Leben beschieden, denn nicht immer gelingt deren Befruchtung oder viele der Tiere sind einfach am Ende ihrer Kraft und so sehr ausgelaugt, daß sie leistungsschwach und nutzlos geworden sind. Wirtschaftlich relevant ist eine Milchabgabe von durchschnittlich 35 - 45 Litern Milch pro Tag. Kühe, denen diese tägliche Menge nicht mehr "abgepreßt" zu werden vermag, haben als Milchkühe letztlich "ausgedient" und gelten nunmehr nur noch als fleischliche "Produktionseinheiten".
Dessen ungeachtet kaufen wir gedankenlos im Supermarkt zum Billigpreis jene Milch und andere Milchprodukte, die unter schrecklichen Bedingungen den Milchkühen "abgezapft" wurde. Wer denkt schon daran, daß Hunderttausende von Milchkühen ihr ganzes Leben lang angekettet in ihren engen Boxen zubringen müssen? Wer denkt schon gerne daran, daß sie später zwecks ihrer Schlachtung mittels einer Seilwinde auf den Transporter gezerrt werden müssen, weil sie nicht mehr laufen können?
Weil all dieses Elend der Tiere zum Himmel schreit, entlasten viele Konsumenten ihr Gewissen mit dem schönen Märchen von den sogenannten Bio-Bauern und glauben, daß den Kühen in der Biohaltung ein besseres und weniger leidvolles Dasein beschieden ist. Dank der Biohaltung meinen und glauben wir, mit gutem Gewissen Milch und andere Milchprodukte konsumieren zu können. Letztlich jedoch bezieht sich das Etikett "Bio" nur auf unmanipuliertes Futter und darauf, daß ihnen bestimmte Medikamente nicht verabreicht werden dürfen. Auch in den Bio-Betrieben ist die Anbindehaltung weit verbreitet und auch Bio-Kühen werden nach der Geburt sofort ihre Kälber entrissen. |
Quellen: www.animals-angels.de & www.milchlos.de
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