Zunächst glaube ich folgendes behaupten zu dürfen: Wer mir auch immer freundschaftlich gesinnt und zugewandt ist, ist keineswegs verpflichtet, sich für meine privaten Webseiten im Internet interessieren zu müssen und diesen Seiten nur um der lieben Freundschaft willen möglichst oft einen Besuch abzustatten. Nein, ich bin ganz sicherlich nicht aus diesem morschen Holz geschnitzt, dass ich derartige Erwartungen und Bedingungen als Voraussetzung für eine gute und echte freundschaftliche Beziehung betrachte. Trotz verschiedener Interessen können gute Freunde dennoch gute Freunde sein und bleiben! Dessen ungeachtet jedoch ist es immer wieder mein ganz persönliches Problem und Handicap, in vermeintlich echten Freunden weiterhin gute Freunde wahrzunehmen, die es anscheinend weder zu kapieren noch zu begreifen vermögen, dass Tierschutz die Pflicht und Aufgabe jedes auch nur einigermaßen vernünftig denkenden und verantwortungsbewusst handelnden Menschens ist und somit nicht nur einzelnen Tierschützern und diversen Tierschutzorganisationen obliegt. Ja, wahrhaftig: ich habe oft ein Problem mit Freunden, denen das Leid und Elend unzählbarer Mitlebewesen offenbar aalglatt am Hintern vorbeigeht und absolut gleichgültig ist. Nur ungern zerschneide ich das Band einer bestehenden Freundschaft. Aber angesichts mancher Freunde beschäftigt mich doch sehr oft eine keineswegs belanglose Frage: Was sind das für Freunde und sind es tatsächlich gute und echte Freunde, für die der erforderliche und mehr denn je notwendige Tierschutz kein besonders wichtiges Thema ist ? Und schliesslich verschärft sich diese Frage noch, indem ich mich ebenso frage, ob derartige Freunde überhaupt noch Menschen mit Herz und Verstand sind, wenn sie angesichts des millionen - und milliardenfachen Tierleids unberührt bleiben und teilnahmslos und gefühlsmäßig innerlich eingefrostet nur ihr klägliches, egoistisches Dasein für wichtig halten und nur um sich selber kreisen und auf das eigene Wohlergehen bedacht sind. Und irgendwann fällt es einem dann wie Schuppen von den Augen, wie sehr man sich in solchen Freunden doch geirrt hat, wie sehr man doch wieder einmal allzusehr voreilig und an das Gute im Menschen glaubend, Vertrauen verschenkt und investiert hat. Tickt es in meinem Gehirnstübchen richtig oder falsch? Ich glaube, dass meine grauen Gehirnzellen noch einigermaßen gut funktionieren und sich bester Gesundheit erfreuen, denn Menschen, denen das weltweite und alltägliche Leid und Elend unserer Mitgeschöpfe am Allerwertesten vorbeigeht, können doch letztlich keine besonders guten Menschen sein. Oder? Reicht es aus, den eigenen Söhnen eine gute und fürsorgende Mutter zu sein und sich dem Ehepartner gegenüber als gute Ehe - und Hausfrau zu erweisen? Reicht es aus, nur die eigenen Haus - und Heimtiere zu lieben und zu versorgen und dann die Jalousien herunterzulassen und somit vor der grausamen und barbarischen Welt außerhalb der eigenen vier Wände die Augen zu verschließen?
Was ist eine Freundschaft eigentlich noch wert, wenn beide Seiten in Fragen der Ethik und Moral kilometerweit auseinander klaffen und völlig gegensätzliche Ansichten und Auffassungen vertreten? Wenn ein Freund mir sagt, "Dieses Lied gefällt mir!" und ich ihm entgegne, dass es mir nicht gefällt, so sind das zwei verschiedene Meinungen und Standpunkte, die ganz sicherlich keine Freundschaft zerstören werden. Derartige belanglose Meinungsverschiedenheiten zu tolerieren dürfte wohl auch keinem Menschen allzusehr schwer fallen. Aber unserer Toleranz sind auch Grenzen gesetzt (siehe Artikel in meinem Blog-Tagebuch "Über Toleranz und Intoleranz") und wenn diese überschritten werden, dann werden wir unseren Mitmenschen und auch Freunden gegenüber intolerant und Werte wie gegenseitiges Vertrauen, gegenseitige Achtung und Sympathie beginnen zu schmelzen und sich ins Gegenteil umzukehren.
Eines wundert mich nicht selten, nämlich wenn Freunde meinen und sagen, alles bereits schon zu wissen. Dies hört sich dann so an: "Ja, ja, Tierschutz muss schon sein, aber deswegen muss man doch nicht auf Tierschutz-Webseiten herumstöbern und mit diesem Krims-Krams seine kostbare Zeit verplempern. Das Tiere leiden - das sieht man doch dann und wann auch im Fernsehen. Es ist doch alles längst schon bekannt und ich muss mir das nicht antun, mich dann und wann näher darüber zu informieren. Nein, ich habe das nicht nötig, betreffs des Tierschutzes und betreffs der Tatsache, dass es vielen Tieren nicht besonders gut geht, meinen geistigen Horizont erweitern zu müssen. Wozu denn auch? Es bleibt ja doch alles so, wie es ist und wir können daran sowieso nichts ändern...." Welch eine "großartige" und auch durch und durch "überzeugende" Meinung! Wenn man dann aber einmal nachhakt und etwas Bestimmtes wissen möchte, dann herrscht großes Schweigen im Walde und das prophezeite und viel gerühmte Wissen lässt dann doch sehr zu wünschen übrig. Man behauptet zwar lautstark, alles bereits schon zu wissen, aber letztlich weiß man nichts, weil man nichts wissen möchte. Es ist doch weit bequemer, die Augen und Ohren zu verschließen und somit schlafend, träumend und gedankenlos wie bisher sein gewohntes Leben weiter zu führen. "Nein, wozu denn Umdenken und das bisherige Denken und Handeln hinterfragen lassen? Das Fleisch auf dem Mittagstisch - das muß natürlich sein, denn fleischliche Ernährung ist doch letztlich lebensnotwendig. Und was kümmert es mich und andere, woher dieses Fleisch eigentlich kommt und wie entsetzlich grausam diese Tiere gelitten haben, deren Fleisch sich nun auf unseren Esstellern befindet? Wie bitte? Unmoralisches und verantwortungsloses Handeln soll das sein? Spinnt dieser Herrmann? Ist der eigentlich noch normal in seinem bekloppten und übergeschnappten Gehirnapparat? Von wegen unmoralisch und verantwortungslos!
Idioten sind das - diese Vegetarier, die um des lieben Gewissens willen kein Fleisch mehr anrühren und dann auch noch von ihren Mitmenschen und Freunden erwarten, dass diese sich ebenso für eine vegatarische Lebensweise entscheiden. Das ist doch einfach nur dumm und lächerlich!" Keineswegs! Aber mal schön der Reihe nach: Es freut mich natürlich, wenn meine Bekannten und Freunde sich für eine vegetarische Ernährung entscheiden und somit einen guten und entscheidenden Beitrag dafür leisten, dass unsere krankhafte und perverse Welt hierdurch ein kleines Stückchen menschlicher wird. Andererseits jedoch bin ich keineswegs so intolerant, von Freunden, Bekannten und Familienmitgliedern einzufordern und zu verlangen, dass sie gefälligst Vegetarier werden sollen. Nein, ob man angesichts ungeheuren Tierleids weiterhin Fleisch essen möchte oder sich dazu durchringt, fortan auf Fleisch zu verzichten, das muß jeder für sich selbst entscheiden und es wäre fatal, inkonsequent und anmaßend, meine Freunde und Bekannten zu verurteilen bzw. abzuwerten, insofern sie weiterhin Fleischesser bleiben. Aber von meinen vertrautesten Freunden darf ich ganz sicherlich erwarten, dass sie beim Essen von Fleisch und belegten Wurstbrötchen möglichst auch einmal ihr Gehirn einschalten und einmal über vieles nachzudenken beginnen, worüber sie anscheinend bisher noch nie nachgedacht haben. Wenn also jemand von meinen Freunden ein Schweineschnitzel verspeist, so ist er immer noch mein Freund. Aber diese Freundschaft beginnt irgendwann zu bröckeln, wenn sich dieser Freund dauerhaft weigert und sträubt, einmal ernsthaft über verschiedene Fakten nachzudenken und seine bisherigen Gewohnheiten, Gelüste und Bedürfnisse zumindest von seinem Gewissen einmal in Frage stellen zu lassen.
Aber dies allein ist nicht das Thema dieser Zeilen, ob eine Freundin oder ein Freund nun ein Schnitzel oder einen Hamburger oder eine Bratwurst verdrückt, sondern weit mehr treibt es mich um und beschäftigt es mich, wenn Mitmenschen und vermeintliche Freunde entsetzlichem und alltäglichem Tierleid gegenüber verschlossen sind und mit zugeknöpften Herzen ignorieren, was letztlich kein intelligenter und vernunftbegabter Mensch ignorieren sollte und ignorieren darf.
Aber nicht nur, dass ich mich über gewisse Dinge wundere, sondern es ist auch so, dass es mich traurig stimmt, sobald sich gute Freunde keineswegs als solche erweisen und die damit verbundenen Enttäuschungen selbstverständlich auch Wunden und Narben hinterlassen. Diese Enttäuschungen sitzen tief, denn vieles ist kaum zu verstehen und zu begreifen. Einst gut befreundet und sich untereinander und miteinander glänzend verstehend, hat sich längst schon vieles ins krasse Gegenteil verkehrt. Aber warum eigentlich?
Boshafte, verunglimpfende Worte und Beschimpfungen sendet mir der Buschfunk in meine Empfangsgeräte: Mein Kumpel Jürgen richtet mir beispielsweise aus, daß ihn Freundin Manuela aufgefordert hätte, mir möglichst klar und deutlich mitzuteilen, wie lächerlich und sinnlos doch letztlich meine Tierschutz-Webseiten sein würden. Dies alles hätte doch überhaupt nichts mit wahrhaftigen Tierschutz zu tun und wäre alles nur passives Gelaber und Geschwafel, keineswegs jedoch aktiver Tierschutz. Natürlich werde ich da umgehend hellhörig und möchte es genauer wissen: Was stellt sich diese wahrscheinlich übermäßig kluge und hochintelligente Freundin wohl unter aktiven Tierschutz - und zwar hier in meinem Wohnort und Umfeld - ganz konkret vor? Offenbar ist man - laut Meinung und Auffassung dieser Freundin - nur dann ein glaubwürdiger Tierfreund und Tierschützer, wenn man mit Greenpease auf den Meeren herumsegelt und illegalen Walfang zu verhindern bemüht ist. Offenbar ist man - laut Auffassung dieser Freundin - nur dann ein guter und aktiver Tierschützer, wenn man z.B. illegal Pelztiere aus Pelztierfarmen, Versuchstiere aus den Tierversuchslaboratorien oder sogenannte "Nutztiere" aus ihren dunklen Kerkern in den Massentierhaltungsbabriken befreit. Ja, wie stellt sie sich wohl ihren aktiven Tierschutz vor, da sie ja meint, ich wäre als Tierschützer absolut untätig und nicht aktiv genug? Tag für Tag schreibe und tippe ich mir oft stundenlang fast meine Finger wund, bin unermüdlich und ständig damit beschäftigt, mich zu informieren, zu recherchieren, die gesammelten Informationen in eine Form zu gießen und den unzählbar leidenden und geschundenen Tieren meine Stimme zu geben. Tag für Tag ist mir nur noch eines wichtig: die Verbrechen an unseren Mitlebewesen anzuprangern, zu verurteilen und mich solidarisch und protestierend an die Seite derer zu stellen, die wir als angebliche "Krone der Schopfung" arrogant und unmenschlich ihrer Würde beraubt haben und von uns Menschen endlos gequält, geschunden und schonungslos ausgebeutetet werden. Nein, es kann nicht sein, dass diese Barbarei des Menschen gegenüber vielen unserer Mitgeschöpfe von uns arroganten und gefühlsarmen Erdlingen noch länger und bis in alle Ewigkeit als normal betrachtet und hingenommen wird. Und wenn ich schreibe und schreibe und nochmals schreibe, dann doch auch deswegen, um Menschen die Augen zu öffnen, um Menschen wachzurütteln, um meine Mitmenschen und alle Besucher auf meinen Webseiten zum Nach - und Umdenken zu motivieren. Wenn das keine Tierschutz-Aktivitäten sind, was ist es dann? Tatsächlich alles nur Humbug und Zeitverschwendung? Nein, das sehe ich persönlich sowie auch andere Tierfreunde gänzlich anders. Es gilt Flagge zu zeigen und zu bekennen, wo man steht und womit man sich in einer barbarisch denkenden und handelnden Gesellschaft als Mensch mit Gewissen und Verantwortungsbewußtsein unmöglich einverstanden erklären kann. Es gilt, skandalöse Zustände und alltägliche Tierquälerei an den Pranger zu stellen, sie zu verurteilen und gegen jegliche Verharmlosung und Schönfärberei, gegen Lug und Trug, gegen Gedankenlosigkeit, Ignoranz und gegen den zunehmenden Verfall ethischer und moralischer Werte unentwegt anzukämpfen. Wenn meine Appelle an die Menschen und meine Anklagen gegen skandalöse Tierquälerei nichts mit Tierschutz gemeinsam haben, dann hätte ich allzusehr gerne einmal gewußt, was besagte Tierfreundin eigentlich unter Tierschutz versteht. Da diese hervorragend gute Tierfreundin ja bereits schon alles weiß und alle Tierschutz-Informationen für sie daher immer nur ein uralter Hut sind, den sie sich daher auch nicht aufsetzen zu müssen glaubt, wird sie sicher auch wissen, dass - um nur einige wenige Beispiele zu nennen - männliche Ferkel betäubungslos kastriert werden und in unserem hochzivilisierten armen Deutschland auch immer noch das Schächten erlaubt ist. Ob sie auch weiß, wie schmerzlich dieses Kastrieren für die betroffenen Ferkel ist? Ob sie wohl auch weiß, welch einen qualvollen Tod jene Tiere erleiden müssen, die geschächtet werden, weil einerseits religiöser Fanatismus dies vorschreibt und andererseits unser "braves" und "hervorragendes" Tierschutzgesetz derartige Tierquälerei erlaubt und toleriert? Natürlich weiß sie das alles, da sie ja alles längst schon weiß und man ihr solche Dinge daher auch nicht erzählen und berichten muß. Die Frage ist: was ist wohl nach ihrer Meinung und Auffassung betreffs dieser beiden Beispiele die Pflicht, die Schuldigkeit und Aufgabe jedes einzelnen Tierschützers? Ganz gleich, ob man sich nun als Einzelner für den Tierschutz engagiert oder ob es sich um eine größere Tierschutzorganisation handelt: man vermag letztlich nur eines, nämlich für die leidenden und gequälten Tiere Partei zu ergreifen und sich gegen derartige Zustände aufzulehnen, indem man sie klar und deutlich verurteilt und indem man unermüdlich und konsequent diesbezügliche Veränderungen und Verbesserungen einfordert. Derartige Forderungen von Tierschützern und Tierschutzorganisationen finden dann meist in sogenannten Petitionen, Unterschriftensammlungen oder anderen Protest-Aktionen ihren Ausdruck. Mehr kann man leider nicht tun, als von den Politikern und Regierenden ein Umdenken und die Durchsetzung besserer Gesetze zum Wohle vieler leidender Tiere einzufordern. Wie traurig und wahr: da wird mir über den Umweg des Buschfunks, über den Schleichweg eines Kumpels und Freundes, passives Handeln an den Kopf geworfen, obwohl mein Blog-Tagebuch hier eine ganz andere Sprache spricht und schon fast aus allen Nähten platzt, obwohl es erst seit zirka vier Monaten existiert. Na klar doch: wie leicht und wie "intelligent" es doch ist, andere Leute der Passivität anzuklagen und selbst nie einen Finger zu rühren, was leidende, gequälte, geschundene, gemarterte und schonungslos ausgebeutete Mitlebewesen betrifft und anbelangt. Und selbst für das Unterzeichnen von Petitionen sind sich solche tollen Freunde natürlich viel zu schade. Was kümmert sie das Kastrieren von Ferkeln ohne Betäubung? Was kümmert sie das Schächten? Was kümmert es sie, wenn Delphine, Robben und Wale bestialisch abgeschlachtet werden? Was kümmert es sie, wenn Pelztieren bei lebendigem Leib das Fell über die Ohren gezogen wird? Was kümmert derartige "Tierfreunde" das Dahinvegetieren und leidvolle Dasein unserer sogenannten "Nutztiere" in den Mastanlagen und Massentierhaltungsfabriken? Nein, man leistet doch nicht seine Unterschrift für irgendwelches "Viehzeug", welches angeblich leidet, wo doch alles nur halb so schlimm und von blöden Tierschützern meist übertrieben dargestellt wird. Nein, für Unterschriften und derartigen Krimskrams hat man ja auch überhaupt keine Zeit, zumal das ja sowieso alles sinnlos ist und nichts einbringt. Nein, man schweigt lieber und bleibt stumm, statt zu reden und den Mund zu öffnen, man legt lieber die Hände in seinen Schoß, statt zu handeln und tätig zu werden. Ach, wie wunderbar "aktiv" und "anteilnehmend" doch derartige Freunde sind, ganz im Gegensatz zu denen, die Tag für Tag umfangreiche und realistische Artikel schreiben und somit nicht nur im stillen Kämmerlein, sondern auch in aller Öffentlichkeit ihren Standpunkt vertreten und nicht müde werden, sich mit den ihnen verfügbaren Mitteln und Möglichkeiten für eine bessere und menschlichere Welt einzubringen und stark zu machen.
Was sind das wohl für Typen, die mir einerseits ihre Freundschaft beteuern, jedoch über Monate hinweg kein einzigesmal auf den Gedanken kommen, sich zumindest ab und zu einmal für dessen Tierschutz-Themen und geschriebenen Artikel zu interessieren? Nein, wenn sich Freunde nicht für mancherlei Nebensächliches und Unterhaltsames interessieren, was ja u.a. auch auf meinen Webseiten zu finden ist, dann ist das keineswegs ein Beinbruch und kein Grund für schwindendes Vertrauen zueinander. Aber wie kann man nur desinteressiert sein gegenüber dem Leid unzählbarer Mitgeschöpfe, zumal man dieses Leid und Elend vieler Tiere oftmals mitverschuldet? Und wie kann man behaupten ein Tierfreund zu sein, wenn man sich kein einzigesmal dazu aufraffen kann, auf einer Tierschutzseite z.B. eine Petition zu unterzeichnen und somit den leidenden und gequälten Tieren seine Stimme zu geben? Nein, so etwas kommt bei mancherlei "Tierfreunden" nie und nimmer in die Tüte. Stattdessen haben solcherlei Freunde nur eines im Sinn, nämlich meine öffentliche Tierschutzarbeit auf diversen Webseiten, meine geschriebenen Artikel, meine Beiträge, meine eindringlichen Appelle an meine Besucher und alle meine Anklagen gegen Tierquälerei und verantwortungsloses Handeln als "passiv" und keineswegs aktiv genug zu verunglimpfen und mit Hohn und Spott zu überschütten. Und welch ein Stromausfall im Gehirnstübchen einer ansonsten intelligenten Dame, wenn der Buschfunk mir meldet, dass es die feste Überzeugung einer ehemals tollen Freundin sei, dass ich schliesslich niemals ein wirklich ernstzunehmender und glaubwürdiger Tierschützer sein könnte, denn ganz sicher nicht ohne Grund hätte man mich vor Jahren aus einem Tierheim auf - und davongejagt. Aha, so einfach ist das also: Wer in einem Tierheim und in einem Tierschutzverein nicht mehr erwünscht ist und daher in die Wüste geschickt wird, der kann also unmöglich ein guter Tierfreund und dessen ungeachtet weiterhin unmöglich ein glaubwürdiger Tierschützer sein!!! Einfach großartig und bewundernswert, diese klugen Geistesblitze und haargenau ins Ziel treffenden Schlußfolgerungen! Keine Ahnung von Tuten und Blasen, aber man muß natürlich seine Klappe weit aufreißen, weil man ja so furchtbar schlau ist und immer alles besser weiß, obwohl man letztlich gar nichts weiß und nur tollpatschigen und hirnverbrannten Unsinn in seine Umwelt hineinposaunt.
Begonnen hatte diese Freundschaft einst mit einem Telefonanruf. Als das Telefon bei mir bimmelte und ich den Hörer abgenommen hatte, meldete sich eine mir damals noch unbekannte weibliche Stimme und fragte mich, ob es mir vielleicht möglich sei, einem ihrer beiden Söhne das Gitarrenspielen beizubringen. Aha, da wußte also jemand, den ich noch nicht kannte, dass ich Gitarre spielen konnte und bat mich, das liebe Söhnchen im Erlernen dieses Instruments zu unterrichten. Warum nicht? Ich erklärte mich einverstanden und lernte demnach sehr bald schon nicht nur den Sohnemann mit seiner Gitarre, sondern auch dessen Mutter, Vater und Zwillingsbruder mehr und mehr kennen und zwischen mir und dieser Familie entwickelten sich sehr rasch gute freundschaftliche Beziehungen. Besonders die Mutter meines Schülers schenkte mir mehr und mehr ihre Wertschätzung, ihr Vertrauen und begegnete mir offenbar mit sehr viel Wohlwollen und Sympathie. Kurzum: Dank meines Schülers hatte ich eine neue und gute Freundin gewonnen, mit der man über vieles reden konnte und die stets ein offenes Ohr für mich hatte. Aber Freundschaften sind nichts Unzerbrechliches und die Zeit bringt mancherlei Veränderungen mit sich, denn der damalige Gitarrenunterricht ist längst Vergangenheit und mein damaliger Schüler ist längst ein guter Gitarrist geworden. Der Gitarrenlehrer jedoch ist offenbar überflüssig geworden, nicht nur als solcher, sondern wohl auch als Freund. Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan und von der einst guten Freundschaft ist nicht mehr allzusehr viel übrig geblieben, denn nunmehr bin ich im Herzen meiner einst guten Freundin tief in den Keller gefallen und mit ziemlich grosser Verachtung wird alles verunglimpft und in den Schmutz getreten, was mir ein besonderes Anliegen ist. Einst war ich in ihrem Herzen nicht nur ein guter Gitarrenlehrer, sondern auch ein guter Freund mit Herz und Verstand. Aber dieser Freund ist gestorben, denn er ist angesichts seines Interesses am Tierschutz in ihren Augen offenbar ein übergeschnappter Spinner geworden, dessen vermeintliche Tierschutz-Aktivitäten Ihrerseits als lächerliche, ungenügende, unsinnige, idiotische und äußerst passive Hirngespinste niedergetrampelt werden.
Was aber hat diesen Wandel verursacht? Ist sie möglicherweise gekränkt darüber, dass ich keine stundenlangen Telefongespräche mag? Jeder freundschaftliche Anruf ist zunächst immer etwas Erfreuliches und Positives, aber sobald das Telefon zu glühen beginnt, weil es bereits schon fast drei Stunden lang in Funktion ist, beginnt es irgendwann ungemütlich zu werden. Oder? Nein, mit gesunden Menschenverstand kann ich das nicht unter einen Hut bringen, wenn jemand meine Tierschutz-Webseiten lächerlich und sinnlos findet und kübelweise über meine geschriebenen Artikel seinen Hohn und Spott ausschüttet. Das ist nicht die Stimme des Verstandes, sondern eine Stimme der Wut, der Verärgerung, eine Stimme des Beleidigtseins, des Hasses und der Verachtung. Aber diese Emotionen und Stimmungen sind nie und nimmer gute Ratgeber, sondern sie vernebeln und verkleistern unseren Verstand und Charakter. Die daraus resultierenden Konsequenzen sind dementsprechend wohl kaum positiv und herzerwärmend, denn wenn sich Freunde nichts mehr zu sagen haben, dann verliert man sich nicht nur aus den Augen und aus dem Sinn, sondern man verliert auch das Interesse füreinander und eine Freundschaft beginnt mehr und mehr zu erkalten und abzusterben.
Wahre Freunde hat man nicht sehr viele im Leben. Und weil das so ist, sollten wir dann nicht gerade deshalb diese wenigen Freundschaften, von denen wir meinen und glauben, dass sie ehrlich, aufrichtig und wahr sind, mit allen Mitteln hegen und pflegen? Was aber ist eine echte, wahre und aufrichtige Freundschaft? Eine von vielen guten Antworten finden wir bei Aristoteles, der einmal gesagt hat: "Freundschaft, das ist eine Seele in zwei Körpern." Wenn jedoch eine Freundschaft zerbricht, dann heißt es Abschied zu nehmen und trotz der damit verbundenen Enttäuschung daran zu denken, dass irgendwann und irgendwo eine bessere und wahrhaftigere Freundschaft darauf wartet, von uns entdeckt und gefunden zu werden. Aber noch ist diese Freundschaft nicht gänzlich gestorben, begraben und zu Staub geworden, sondern liegt nur eingefrostet in der Tiefkühltruhe. Und nur Einsichtigkeit betreffs unbedachter Worte, Gedanken und Handlungen vermögen das eingefrostete Vertrauen und alle tiefgekühlte Sympathie möglicherweise wieder aufzutauen.
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